"Dass dieses Land verbrannt worden ist, das Millionen von Stabbrandbomben, kleine, so große Stücke,  zu Millionen geworfen, einen nicht mehr belebbaren Raum geschaffen haben, in dem kein Leben mehr stattfinden sollte, in dem die Hitze so stark war das man keine Luft mehr bekam, in dem sich thermische Reaktionen bildeten, das heiße Luft nach oben kam durch das Vakuum ein Sog rechts und links auf der Horizontalen geschaffen wurde und der Sturm der da entstand, Leute mitgerissen, hat in die Flammen hineingeschleudert hat wie Puppen. (Friedrichs)

Seit die britische Royal Air Force im Sommer 1943 in Hamburg der Feuersturm entfacht hatte, war die Angriffsplanung weiter verfeinert worden. Dabei ist das Prinzip ganz einfach: Wie in Hamburg sollten zuerst Sprengbomben abgeworfen werden. Die Brandbomben, die nun folgen, schlagen in die schon aufgerissenen Häuser ein. Die Flammen finden sofort Nahrung, erfassen die hölzernen Balken der Dachstühle, Türen, Möbel, Gardinen, Teppiche, Treppengeländer. Funken treiben die Flammen weiter, machen Asphaltstraßen zu dampfenden Sümpfen. Einzelbrände vereinigen sich zu immer größeren Feuerfronten, die schließlich zum Feuersturm anschwellen.

Mit der Wucht eines Wirbelsturms saugt der Brandherd immer neue Nahrung an: Bäume, Gebäudeteile, Fahrzeuge, Menschen. Stundenlang ist der Feuersturm unersättlich und tötet Menschen selbst dann, wenn sie nicht mit in den Brand gerissen werden. Bei vielen schrumpft die Haut in der Gluthitze zu Leder; Blut und Körperflüssigkeit verdampfen. Viele ersticken, weil ihnen der Sauerstoff zum Atmen fehlt, weil sie die heiße Luft nicht atmen können, weil ihre Lungenbläschen im Nu austrocknen, ihre Lungen zusammenschrumpfen oder platzen. 


Die Nähe am Wasser; der einzige Ort, der Menschen in einer Stadt ihr nacktes Leben retten konnte.






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